Posts mit dem Label Kinder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kinder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. November 2013

Rückkehr aus Sierra Leone



Das Reiseteam mit unseren beiden Kollegen Elisabeth Donnaberger und Anton Kühnelt-Leddihn sind am Wochenende wieder gut in Österreich gelandet – und können von einer erfolgreichen Reise berichten! Wie Ihr gelesen habt, hatte das Ärzteteam des Sanatoriums St. Leonhard in Sierra Leone Hervorragendes geleistet. Auch der ORF, die Kronen Zeitung und die Zeitung „Politico“ aus Sierra Leone haben darüber berichtet!

Montag, 4. November 2013

Sierra Leone - Letzter Tag


Es geht nach Hause, heute müssen wir Abschied nehmen von der wunderbaren Landschaft und vor allem von den wundervollen Leuten, die uns so herzlich aufgenommen haben. Müde, aber voll mit den vielen Eindrücken und Erlebnissen in diesen beiden Wochen machen wir uns auf von Koidu nach Boh und dann Freetown, wo wir noch eine kleine Nachbesprechung mit dem National Director haben.


Unsere Reisegruppe bei der Abfahrt in Koidu/Kono
Die Tage im Feld waren für alle eine Herausforderung und eine emotionale Achterbahnfahrt. Auf der einen Seite standen die Armut und auch eine Hilflosigkeit von uns, alle Probleme lösen zu können. Auf der anderen Seite haben wir die wundervolle Arbeit von World Vision Sierra Leone gesehen, die eine Hoffnung in sich trägt, wie uns die Einheimischen regelmäßig berichtet haben. In diesem Land schlummert viel Potenzial, und wir sind sicher, dass wir das nächste Mal einen großen Fortschritt sehen werden!

Abschließend danke an alle, die mitgemacht und mitgeholfen haben, aber auch allen, die unseren kleinen Blog verfolgt haben! Hier im Feld kann man direkt erleben, wie wichtig die Paten sind, die diese Arbeit erst ermöglichen.

Bye Bye from Sierra Leone

Anton Kühnelt-Leddihn

Samstag, 2. November 2013

Sierra Leone - Tag 9: Der Abschied naht


Vom Tag vor der Rückreise berichtet die ORF-Journalistin Silvia Fleck.

Die Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen. Sogar hier in Afrika, wo Zeit normalerweise kein Maßstab und wenn überhaupt ein sehr dehnbarer Begriff ist. Neun Tage haben wir miteinander verbracht, gemeinsam durchgeschüttelt von den bereits besungenen afrikanischen "Straßen", beim Fieldwork in den östlichen Provinzorten Fiama und Soa, beim gemeinsamen Abendessen (Reis und Geflügel - wir träumen alle schon von einem Pitstop bei Burger King am Flughafen Heathrow :)). Wir funktionieren erstaunlich gut als Team, für eine sich mehrheitlich fremde, zusammengewürfelte Truppe. Kein Lagerkoller bislang...aber wir haben noch roughly 48 Stunden Zeit dazu - Flug inklusive. Es war eine intensive
Erfahrung, viele Bilder haben sich eingebrannt ins Gehirn, viele davon werden wohl erst richtig verarbeitet, wenn die Ruhe und der Alltag des Zuhauses wieder eingekehrt sind. Ruhe und Gelassenheit sind im Übrigen zwei Eigenschaften, die sich wohl lohnen, von hier in unsere westliche Welt importiert zu werden. Ich habe viel gelernt in den letzten Tagen. Und ich zolle allen Respekt, die ihr Leben dem Helfen verschrieben haben. Egal ob für World Vision, Unicef, Word Food Programme... dazu muss man wohl berufen sein, um sich dem Elend, der Armut und auch der eigenen Hilflosigkeit so kompromisslos zu stellen. Chapeau vor unserem Medical Team...ihr wart unglaublich zäh, unprätentiös und wolltet einfach helfen!!! Schön, dass ich als Beobachterin ein kleiner Teil davon sein durfte!

Silvia Fleck

Freitag, 1. November 2013

Sierra Leone - Tag 8: Mutter- und Babyschutz durch Geburtsgymnastik



Heute war das Ziel Nachhaltigkeit. Unsere Hilfe in einem Bezirk mit mehr als 200.000 Menschen war nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn wir nicht nachhaltig etwas verändern können. Deswegen wurden heute alle Krankenschwestern aus den Gesundheitsstationen nach Koidu gebracht. Unsere Ärzte boten ihnen einen Tag Training in den wichtigsten Maßnahmen an. Da ging es um Kindernotfälle und die Schemen dazu. Im Fall der Frauen wurden den Krankenschwestern die wichtigsten Dinge bei einer Geburt noch einmal gezeigt und - was unscheinbar wirken mag - Gymnastik nach der Geburt. Nur mit der richtigen Gymnastik werden so Komplikationen bei der nächsten Geburt verhindert.
So schön ist es im Osten von Sierra Leone!
Die Schwestern zeigten sich alle sehr begeistert. Nicht oft haben sie die Möglichkeit, von so erfahrenen Ärzten zu lernen! Das Wichtigste ist aber, dass alle Schwestern die Übungen sofort nachmachten, bis alle sie beherrschen. Am Anfang lachten noch viele über die Turnübungen, aber mitgemacht haben sie alle begeistert.

Anton Kühnelt-Leddihn