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Mittwoch, 7. Mai 2014

Aktionswoche Gesunde Kinder Weltweit: Unterernährung

Jedes Jahr sterben 3 Millionen Kinder unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger und Unterernährung, das sind 7.500 pro Tag und 5 Kinder pro Minute.

Da Unterernährung das Immunsystem schwächt, erhöht sich das Risiko, sich mit anderen Erkrankungen, wie Durchfall oder Lungenentzündung, anzustecken massiv. Dadurch ist Unterernährung für 45 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren zumindest mitverantwortlich.

Kinder, die in jungen Jahren an (chronischer) Unterernährung leiden, haben ihr Leben lang mit langfristigen Schäden zu kämpfen. Derzeit ist eines von vier Kindern der Welt wegen Unterernährung in seiner Entwicklung beeinträchtigt.

Ursachen für Unterernährung können zu wenig oder die falsche Art von Lebensmitteln für die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes sein, aber auch Krankheiten, insbesondere Durchfall, die die Nahrungsaufnahme und Verdauung beeinflussen. Oft führt auch mangelndes Wissen der Mütter zu Unterernährung ihrer Kinder: Viele stillen ihre Kinder gar nicht oder nicht lange genug und auch der Nährstoffbedarf der Kinder wird falsch eingeschätzt.
Wie World Vision hilft.
  • Wir schulen Gesundheitspersonal in der Früherkennung von Unterernährung und informieren es über geeignete Gegenmaßnahmen. Wir fördern die regelmäßige Überprüfung des Ernährungszustandes der Kinder durch freiwillige Gesundheitshelfer.
  • Wir initiieren die Gründung von Müttergruppen und Ernährungsclubs. Dort schulen wir Mütter über die Wichtigkeit ausschließlichen Stillens während der ersten sechs Lebensmonate ihrer Babies und informieren sie darüber, wie sie ihre Kinder nach der Stillphase mit örtlich verfügbaren Lebensmitteln gesund und ausgewogen ernähren können. Dieses Wissen geben die Mütter an andere Frauen in der Gemeinde weiter.
  • In Fällen akuter Unterernährung versorgen wir Mütter mit spezieller Aufbaunahrung für ihre Kinder.
Unterstützen Sie unsere Petition an die österreichische Bundesregierung und nehmen Sie an unserem Fotowettbewerb mit tollen Preisen teil.
Hier erfahren Sie mehr!

Donnerstag, 1. Mai 2014

Aktionswoche für Gesunde Kinder Weltweit

Jedes Jahr sterben 6,6 Millionen Kinder unter 5 Jahren an vermeidbaren Krankheiten. Sie könnten gerettet werden!

Kindersterblichkeit in den ärmsten Ländern ist teilweise auf große Pandemien wie Durchfall, Malaria und HIV/AIDS zurückzuführen. Nach Angaben der UNICEF bleiben Lungenentzündung und Durchfall die häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Zusammen töten diese Krankheiten rund 5.000 Kinder täglich.

1990 wurde das Millenniumsentwicklungsziel vereinbart, die Todesrate von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel zu senken. Doch die Verringerung der Kindersterblichkeit ist ein komplizierter Prozess, der Veränderungen auf vielen verschiedenen Ebenen erfordert:
  • Die Ernährungssituation der Kinder (und werdenden Mütter) muss verbessert werden.
  • Die Gesundheitssysteme müssen optimiert und der Zugang zu medizinischer Grundversorgung muss ausgebaut werden.
  • Werdenden Müttern und Kindern muss in den ersten tausend Tagen ab Beginn der Schwangerschaft mehr Aufmerksamkeit und medizinische Betreuung gewidmet werden.
Durch unsere Programme stellen wir von World Vision sicher, dass auch Kinder in den ärmsten Regionen der Welt die Chance auf einen gesunden Start ins Leben bekommen. Wir schulen dazu Mütter, wie sie ihre Kinder gesund ernähren können und informieren sie über Hygienemaßnahmen und die Prävention gefährlicher Krankheiten. Um die medizinische Versorgung zu verbessern, schulen wir Gesundheitspersonal und Geburtshelferinnen, renovieren Gesundheitsstationen und statten diese mit Möbeln und Medikamenten aus.

Als Organisation mit Kinderfokus ist World Vision in fast 100 Ländern der Erde tätig und erreicht über 100 Millionen Menschen. Während unserer  Schwerpunktwoche „The Global Week of Action“ informieren wir Sie von 1. bis 8. Mai 2014 über die häufigsten Todesursachen bei Kindern: Es sind dies in der Regel vermeidbare oder leicht behandelbare Krankheiten, die jedes Jahr Millionen Kinder das Leben kosten. Und natürlich informieren wir Sie auch darüber, welche Maßnahmen World Vision in seinen Programmen setzt, um die Kindersterblichkeit zu senken und jedem Kind die Chance auf ein gesundes Leben zu eröffnen.

Unterstützen Sie unsere Petition an die österreichische Bundesregierung und nehmen Sie an unserem Fotowettbewerb mit tollen Preisen teil.
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Freitag, 25. April 2014

Projektbesuch Mosambik, Nihessiue: Eine Müttergruppe stellt sich vor

Reisetagebucheintrag 16. April 2014
In Nihessiue arbeitet World Vision bereits seit mehreren Jahren. Wir merken bei unserem Besuch daher auch, dass hier vieles bereits deutlich besser ist, als im noch "jungen" Kazuzo. So ist auch die Mangel- und Unterernährung kleiner Kinder in Nihessiue bereits merklich zurückgegangen. Zu verdanken ist das vor allem der Aufklärung und Sensibilisierung der Mütter, die in sogenannten Müttergruppen von geschulten World Vision-Fachleuten erfahren, wie sie aus lokal verfügbaren Nahrungsmitteln möglichst nahrhafte Mahlzeiten für ihre Kinder zubereiten können. Eine dieser Müttergruppen besuchen wir heute. Vorher aber geht´s noch kurz ins World Vision-Büro, wo Azevedo mit seinen Mitarbeitern den geplanten Tagesablauf bespricht.
Das World Vision-Büro in Nihessiue
Dann fahren wir auf den obligaten Holperfeldwegen zu unserem ersten Ziel. Unter einem großen Baum, der Schatten spendet, demonstrieren uns die Frauen einer Müttergruppe, was sie gelernt haben. Mit dabei ist auch die Ernährungsexpertin von World Vision, die den Frauen das Wissen über gesunde Ernährung vermittelt hat.
Die Vorsitzende der Müttergruppe (links im Bild) - eine aufgeweckte, quirrlige Frau mit lachenden Augen - bereitet vor unseren Augen den typischen Maisbrei zu und versetzt ihn anschließend mit nahrhaften Ingredienzen.

Ein Teller Maisbrei wird mit geriebenen Erdnüssen vermengt, ein zweiter mit einem Ei und ein dritter mit Erdnussöl. Im vierten Teller bleibt der Maisbrei, wie er ist - damit wir auch geschmacklich den Unterschied erkennen, denn natürlich dürfen wir die Zubereitungen auch kosten.

Unser Favorit ist eindeutig: Die Mischung mit den Erdnüssen schmeckt köstlich. Links im Bild ist die Ernährungsexpertin von World Vision zu sehen, die die Frauen geschult hat.
Zu den Frauen der Müttergruppe haben sich auch einige Männer gesellt: Sie sind Mitglieder einer sogenannten Community Care Coalition, einer Art aus Freiwilligen bestehendem Fürsorgeverein, der sich um Waisen und gefährdete Kinder kümmert.
Auch hier erhalten wir als Geschenk einen Sack, prall gefüllt mit frischen Erdnüssen...

...und werden mit Lied und Tanz verabschiedet.

Elisabeth Amann, World Vision Österreich

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Sierra Leone - Tag 1: We sit round and wait



Unsere Kollegen Elisabeth Donnaberger und Anton Kühnelt-Leddihn sind gut in Sierra Leone angekommen! Dort besuchen sie unsere Regionalentwicklungsgebiete Fiama und Soa. Begleitet werden sie von einer Diplomkrankenschwester, einer Gynäkologin, einem Kinderarzt und einem Vertreter des Sanatoriums St. Leonhard. Das Sanatorium St. Leonhard ist eine speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse von Frauen zugeschnittene Privatklinik. Der Hauptfokus der Aktivitäten in Sierra Leone liegt bei jungen (auch werdenden) Müttern: Training der Geburtshelferinnen und Ärzte, Schulungen und Aufklärungsrunden in Bezug auf Krankheiten und Vorbeugungsmaßnahmen sowie Kontrolluntersuchungen bei Frauen und Kleinkindern.



Tag 1: We sit round and wait
Das sind ja einige Gepäckmengen
Endlich ist es soweit! Wir erreichen nach einer langen Nacht im Flugzeug Freetown, die Hauptstadt Sierra Leones. Obwohl es erst 4 Uhr ist, ist bereits einiges los auf dem kleinen Flughafen. Viele hilfsbereite Hände helfen uns mit den riesigen Gepäckmengen. Das Ziel ist die Fähre in die Stadt. Diese wirkt wie ein Markt.

So bunt ging´s auf der Fähre zu!
Während der einstündigen Überfahrt wird gehandelt, gegessen, gelacht, geplaudert. Berührungsängste kennen hier die wenigsten, neugierig auf uns sind viele Menschen. Auch wenn wir die ganze Nacht unterwegs waren, beginnen wir nach einem Besuch des National Offices gleich die Weiterreise nach Kono in unsere Projektgebiete. Ziel für die erste Nacht ist Boh, die zweitgrößte Stadt, und für uns vor allem eine Dusche und ein Bett.


Anton Kühnelt-Leddihn

Mittwoch, 25. September 2013

Besuch in unserem neuen Projektgebiet Kazuzo: Die Mütter-Gruppe von Nihessiue



Lokale World Vision-Expertinnen haben den Müttern gezeigt, wie sie den Nährwert von kinderadäquater Nahrung verbessern können. Mütter bereiten für ihre Kinder traditionell Cassava oder Maisbrei zu. Die Nährstoffe des Breis sind nicht ausreichend für die gesunde Entwicklung von Kindern. Durch die Beigabe von lokalen Lebensmitteln (Erdnüsse, Eier, Zucker, Palmöl – übrigens kein Palmkernöl) wird der Nährwert enorm erhöht.
 

Die Mütter-Gruppe von Nihessiue trägt aktiv zur gesunden Ernährung ihrer Kinder und insbesondere Waisenkinder und bedürftige Kinder bei. Durch Trainings von World Vision achten die Mütter nun mehr auf die hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung von Nahrung. Damit konnten Durchfallerkrankungen reduziert werden.
 
Die Mütter der Gruppe berichteten, dass sich das Wachstum und das Gewicht der Kinder enorm verbesserten, wenn der angereicherte Brei zwei bis drei Mal pro Woche verabreicht wird. Mit diesem Wissen helfen sie nun Waisenkindern mit dem angereicherten Brei. Außerdem beraten sie andere Müttern, deren Kinder untergewichtig sind.



Sabine Stelczenmayr

Dienstag, 20. November 2012

Zum Welttag der Kinderrechte: Kinder haben das Recht auf gesunde Ernährung!

Heute ist der Welttag der Kinderrechte. Nach wie vor werden weltweit die Rechte von Kindern buchstäblich mit Füßen getreten: durch Gewalt an Kindern, durch Kindesmissbrauch, durch Kinderarbeit, durch die Rekrutierung von Kindersoldaten. Jeder Typus der Verletzung von Kinderrechten ist schon erschütternd und traurig, umso mehr allerdings die Vorstellung, dass Millionen Kinder weltweit davon betroffen sind. Doch noch andere grundlegende Kinderrechte werden Tag für Tag verletzt: das Recht auf ausreichende und gesunde Nahrung, das Recht auf – sauberes - Wasser und das Recht auf medizinische Versorgung. Doch wir alle können gemeinsam dieses Recht einfordern! Immer mehr Menschen tun es. Tut Ihr es auch – ganz einfach auf unserer Seite GesundeKinder! www.gesundekinderweltweit.at

Dienstag, 16. November 2010

Malawi Tag 2: Malawi-Besuch: Erster Tag im Projektgebiet Mpanda

Zunächst durch eher flache Landschaft fährt man bald über ein Hochplateau mit Blick auf verkarstetes Gebirge am Horizont. Was uns gleich aufgefallen ist: es gibt kaum ungenutztes Land, - wo man hinschaut, haben die Bauern der kargen Landschaft mit geringsten Hilfsmitteln fruchtbares Ackerland abgerungen und Saatgut ausgebracht. Jetzt heißt es warten, auf den großen Regen, der für eine gute Ernte im kommenden Frühjahr sorgen soll. Malawi war vor noch einigen Jahren nach einer langen Dürreperiode vom World Food Program abhängig,- heute kann sich die Bevölkerung endlich selbst ernähren. Vor allem Mais, Kartoffeln, Zwiebel und Tomaten gedeihen auf den rostroten Feldern, - wenn das Wetter mitspielt. Nicht alle wollen sich darauf verlassen zeigt das Beispiel einer bäuerlichen Kooperative, die mit Unterstützung von World Vision ein Bewässerungssystem entwickelt hat. Mit einer kleinen Pumpenanlage wird aus einem nahe gelegenen Bach Wasser auf die Felder gebracht. Für 10 Familien ist damit die Ernte gesichert. Weitere wollen sich der Initiative anschließen und sind bereit, dafür auch einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten, damit die Wartungs- und Betriebskosten gedeckt sind. World Vision setzt auch hier auf partnerschaftliches Miteinander für einen nachhaltigen Erfolg. Eigenverantwortung motiviert.

Über unser erste Begegnung mit Patenkindern wird im nächsten Beitrag berichtet.